Dr. Rafael Klöber
Universität Heidelberg, Heidelberg
Dr. Sebastian Stehle
Universität Heidelberg, Heidelberg
Workshops
11:40 Uhr
Im Workshop wurde live demonstriert, wie Lehrende mit Unterstützung eines Large Language Models heute schon eigenständig digitale Lerneinheiten erstellen können. Ziel war es, den Teilnehmenden praktische Werkzeuge an die Hand zu geben und Hemmschwellen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich zu senken.
Im Workshop wurde gezeigt, dass die Nutzung eines Large Language Models zur Erstellung digitaler Lerneinheiten direkt im Browser funktioniert. Lehrende können so innerhalb weniger Minuten kompakte Module erstellen, die in moderner optisch-grafischer Qualität und mit systematisch ausgearbeiteten Lernzielen bereitgestellt werden. Besonders betont wurde, dass sich so auch kurzfristig spezielle Inhalte ergänzen lassen, um Barrieren im Lernprozess abzubauen und individuell auf Bedarfe reagieren zu können, was zuvor aus Zeit- oder Kostenmangel nicht möglich war.
Diskutiert wurde die Frage nach der Kennzeichnung KI-generierter Inhalte und der damit verbundenen Verantwortung. Es wurde verdeutlicht, dass letztlich die Lehrperson die Regie behält und für Qualität und Ergebnis der Lerneinheiten steht. KI wird als "Team" verstanden, dessen Ergebnis von der Anleitung durch die Lehrperson abhängt. Die Transparenz im Umgang mit KI wird als ebenso wichtig angesehen wie ein klares Verständnis der eigenen Verantwortung als Regisseur:in des Lernprozesses.
Ein zentrales Aha-Erlebnis des Workshops war, wie wenig es an Anweisungen („magische Zutaten“) braucht, um qualitativ hochwertige digitale Lerneinheiten mit KI zu erstellen. Auch wurde betont, dass das Potenzial von KI oft unterschätzt wird: Häufig scheitern gute Ergebnisse an zu vagen Vorgaben, nicht an den Fähigkeiten der Technologie. Ziel ist, Mut zu machen, visionärer zu denken, mehr zu probieren und mit klaren Anweisungen gezielt mit KI zu arbeiten.