Dr. Sandra Hübner
Hochschule Furtwangen
Dr. Tatjana Spaeth
Universität Ulm
Lightning Talks – Session I
10:40 Uhr
Im Vortrag wurde das Kooperationsprojekt "Studiengänge erfolgreich gestalten (SEG)" der Universität Ulm und der Hochschule Furtwangen vorgestellt. Ziel war die Entwicklung eines umfangreichen Online-Selbstlernkurses zum Studiengangsdesign, insbesondere für Hochschulangehörige in Baden-Württemberg, der rechtliche, didaktische und organisatorische Aspekte abdeckt. Der Kurs wurde als flexibles, praxisnahes Angebot umgesetzt und unterstützt verschiedene Zielgruppen mithilfe von offenen Lernmaterialien.
Im Mittelpunkt:
● Wie kann ein Online-Selbstlernkurs das Studiengangsdesign praxisnah und nachhaltig unterstützen?
● Welche Gestaltungsprinzipien sind für heterogene Zielgruppen entscheidend?
● Wie lassen sich verschiedene Vorkenntnisse und Zeitressourcen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer berücksichtigen?
● Welche Rolle spielen rechtliche Rahmenbedingungen im Kursdesign, speziell für Baden-Württemberg?
● Wie wurden offene Bildungsressourcen (OER) und Zertifizierungsmöglichkeiten integriert?
● Welche Lessons Learned ergeben sich aus dem Projektverlauf und der Zusammenarbeit?
Das Projektteam entwickelte einen Online-Selbstlernkurs, der didaktische, rechtliche und organisatorische Aspekte des Studiengangsdesigns abdeckt. Die Zielgruppe ist breit: Studiengangsdekaninnen und Studiengangsdekane, Koordinatorinnen und Koordinatoren, Qualitätsmanagement und Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter. Der Kurs ist für Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Baden-Württemberg konzipiert, enthält aber überregionale Inhalte; rechtliche Themen fokussieren auf Landesrecht. Das Lernangebot umfasst drei bis vier ECTS und ist im kostenlosen Selbstlernformat über die Plattform Evalag verfügbar. Einzelinhalte stehen zudem als Open Educational Resources (OER) über das ZOERR-Portal zur Verfügung.
Da die Zielgruppe sehr heterogen ist und oftmals zeitlich stark eingebunden, wurden spezifische Gestaltungsprinzipien entwickelt. Dazu zählen einheitliches Corporate Design, der Einsatz inklusiver Sprache, ein konsistentes Look & Feel trotz Kooperation unterschiedlicher Hochschulen sowie die Berücksichtigung verschiedenster Vorkenntnisse und Bedarfslagen. Ziel war, einen niedrigschwelligen Zugang für alle Beteiligten zu ermöglichen und individuelle Fragestellungen im Kurs abzubilden.
Das Projekt startete mit intensiver Teambildung und klarer Aufgabenverteilung, gefolgt von der Entwicklung gemeinsamer Designrichtlinien. In der frühen Projektphase kamen Pilotmodule und Beta-Tests zum Einsatz, um Rückmeldungen von Kolleginnen und Kollegen sowie Nutzerinnen und Nutzern frühzeitig einzubinden und stetig Verbesserungen vorzunehmen. Trotz knapper Förderlaufzeit wurde bewusst viel Zeit in die Vorbereitung und Abstimmung – auch mit dem Ministerium (MWK) – investiert. Der Mehrwert dieses Vorgehens zeigte sich in der Qualität und Relevanz des finalen Kurses.
Tags: Studiengangsdesign, Online-Selbstlernangebot, Open Educational Resources, Praxisnahes Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Baden-Württemberg, Hochschulentwicklung, ECTS, Digitalisierung, Kursdesign, Lessons Learned, Zertifizierung