bwGPT: Der Chatbot für die Lehre

Dr. Martin Franzen
Hochschule Aalen – Technik, Wirtschaft und Gesundheit

Markus von Staden
Hochschule Aalen – Technik, Wirtschaft und Gesundheit
 

Lightning Talks – Session III
15:50 Uhr

 
AskAlma ist ein datenschutzkonformer, leistungsfähiger Chatbot, der in Lernplattformen integriert ist und speziell für den Einsatz in der Hochschullehre entwickelt wurde. Das Projekt bwGPT entstand durch die Zusammenarbeit von 15 Hochschulen und Universitäten, und wurde durch Risikobereitschaft und gezielte Entwicklung von Softwarelösungen vorangetrieben. Zentral war die Einbindung in bestehende Lernsysteme, Datenschutz und die Anpassung der Funktionen an den Lehrbetrieb.

Lightning Talk "bwGPT: Der Chatbot für die Lehre"
Dr. Martin Franzen und Markus von Staden

Im Mittelpunkt

  • Kostenkontrolle und Limits beim KI-Einsatz in der Hochschullehre
  • Integration leistungsfähiger KI-Modelle in Lernplattformen
  • EU-konforme Datenschutzmechanismen und Konflikte mit Model-Power
  • Funktionen wie Text-, Bildgenerierung, Websuche und individuelle Assistenz
  • Möglichkeiten für Dozierende, eigene spezialisierte Bots zu konfigurieren
  • Praxisanwendungen wie Klausurvorbereitung und virtuelle Rollenspiele
  • Unternehmertum und Ausgründung aus der Hochschule

Kostenmanagement und technische Herausforderungen der KI-Integration

Die Initialzündung für bwGPT war die Frage nach einer praxistauglichen KI-Lösung für Lernplattformen – angefangen als Canvas-Bot und durch erhebliche Förderung weiterentwickelt. Um die befürchteten hohen Kosten zu kontrollieren, wurden drei verschiedene Limits eingeführt: Nutzer-individuelle Begrenzung, Hochschulweite Obergrenze und ein "hartes" Systemlimit. Nutzer werden bei Überschreitung des Limits auf günstigere Sprachmodelle zurückgestuft. Das garantierte einen zuverlässigen und planbaren Ressourceneinsatz beim Betrieb moderner KI-Anwendungen in der Lehre.

 

Modelleistung, Datenschutz und EU-Konformität

Im Projekt bwGPT wurde von Anfang an Wert auf den Einsatz starker KI-Modelle gelegt (Start mit GPT 3.5 bis hin zu GPT 5). Dies bringt den Zielkonflikt: Während die leistungsfähigsten Modelle in der Regel nicht sofort in Europa verfügbar sind, wurde das gesamte System nach strikten Datenschutzprinzipien aufgebaut. Die Verarbeitung der Daten erfolgt ausschließlich in der EU, und neue Modellversionen werden erst integriert, wenn die Datenschutzstandards erfüllt sind.

 

Anpassbarkeit und vielseitige Lehreinsatzszenarien

Mehrwert bietet bwGPT durch die Integration typischer KI-Funktionen wie Text- und Bildgenerierung, Websuche und die Möglichkeit, von Dozierenden auf Kursebene eigene Assistenten zu konfigurieren. Lehrende können gezielt System Prompts und eigene Dokumentsammlungen hochladen und Tools freischalten. Beispielszenarien sind die Klausurvorbereitung mittels individueller Frage-Antwort-Dialoge, virtuelle Rollenspiele (zum Beispiel Kündigungsgesprächstraining) oder die automatisierte Beantwortung von Skriptfragen. Zukünftig wird das automatische Generieren von Quizzen aus Lehrmaterial entwickelt.

 

Unternehmertum und nachhaltige Ausgründung

Die Erfolgsgeschichte des Projekts zeigt sich auch in der Ausgründung: Mit persönlichem Engagement und Risikobereitschaft gründeten die Entwickler Markus und Matthias eine GmbH und bauten die Lösung zum Produkt mit mittlerweile 21 Hochschulen und Universitäten als Kunden aus. Diese Zusammenarbeit, unterstützt durch Akteure wie das KIT und Capgemini, sowie das positive Feedback aus Tests in 69 Lehrveranstaltungen, sind Beleg für die Nachhaltigkeit und Innovationskraft des Projekts.

 

Wir brauchen auch irgendwie KI in unserer Lernplattform.
 

Markus von Staden

Hochschule Aalen – Technik, Wirtschaft und Gesundheit

Ich bin sehr stolz darauf, dass eben das geklappt hat und dass, sagen wir mal, diese Risikofreude sich eben ein Stück weit auszahlt.

Dr. Martin Franzen

Hochschule Aalen – Technik, Wirtschaft und Gesundheit

 

Tags: bwGPT, AskAlma, KI-Chatbot, Lernplattform, Datenschutz, Hochschullehre, Canvas, Ausgründung, Kostenkontrolle, Quizgenerierung, individuelle Assistenz, Lehrinnovation, Hochschulverbund